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1917 - 1932 Drucken E-Mail
 
     
1924  
Inhaltlich dominieren neben der Adaption klassischer Dramen die Darstellung echter oder fingierter Katastrophen.
 
     
  Sprecher agieren live und in voller Kostümierung vor dem Mikrofon.
Friedrich Schiller: Wallensteins Lager
 
     
  Nebeneinander unterschiedlichster Hörspielformen:
Hörbild und Hörfolge (= mehrere Hörbilder = reportageähnliche Kurzszenen, umrahmt von Gedichten, Geräuschen und Musik).
In späteren Jahren wird man dies unter Reportage / Feature und Hörspiel einordnen.
 
     
  Die Zeitschrift »Die Sendung« schreibt einen Wettbewerb für ›Sendespiele‹ von 15-20 Minuten Länge aus, der mit 5.000 Mark dotiert ist, muss ihn aber mangels Beteiligung zurückziehen.  
     
  Verschiedentlich wird öffentliche Kritik laut, der Rundfunk solle eher seine Sendequalität verbessern, als an eine eigene Kunstformen zu denken.
Kapeller formuliert die Hoffnung, die angebliche Kluft zwischen Kunst und Technik werde überwunden werden und markiert damit den Beginn der später so genannten ›Hörspieldikussion‹.
(Rainer Strzolka, »Hörspiel in der Weimarer Republik«, S. 22 )
 
     
  1. Januar
1580 Rundfunkteilnehmer
 
     
  15. Januar
Richard Hughes: »A Comedy of Danger« (Radio London) – erstes originäres Hörspiel.
Durch einen Unfall erlischt das Licht in der Kohlengrube – Dunkelheit als hörspieltypisches Element der »Handlung ohne Bilder« (Würffel).
 
     
  01. Juli
100.000 Rundfunkteilnehmer.
 
     
  August
Bis zum August 1924 prägte man Begriffe wie Funkdrama, Sendungsspiel, Funkspiel.
Hans S. von Heister prägte in der Zeitschrift "Der deutsche Rundfunk" den Begriff 'Hörspiel'.
 
     
  24.Oktober
Hans Flesch: »Zauberei auf dem Sender« (Sender Frankfurt)
 
     
1925  
Hans Siebert von Heister fordert die Ausprägung eines spezifischen Hörspiels als Kunstform.
Aloys Christian Wilsmann stellt fest, es stünde schlecht um eine funkspezifische Kunstform, da die Produktion unwirtschaftlich sei und selbständige Stilformen fehlten, von Heister sieht hingegen die Hörspielentwicklung auf den Weg gebracht.
(Rainer Strzolka, »Hörspiel in der Weimarer Republik«, S. 23 )
 
     
  01. Januar
500.000 Rundfunkteilnehmer mit monatlichen, von der Post erhobenen Beiträgen.
 
     
  15. Mai
Gründung der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft mbH (RRG). Am 01. Juni wird Hans Bredow ihr Leiter.
 
     
  21. Juli
Rolf Gunold: »Spuk« (Sender Breslau)
 
     
 

 
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