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Zeitlauf 10 Bühnenklassiker als Hörspielreihe von SWR und MDR
 
  Samstag, 10. Februar um 20:05 Uhr auf hr2 – Live-Hörspiel
Eine »Flaschenpost« mit Nachrichten für nachfolgende Generationen, zu öffnen im Jahr 2099!
 
  Die SWR-Hörspielredaktion hat sich an zeitgemäße und zugleich sehr textnahe Neuproduktionen von Bühnenklassikers gewagt.
Lessings »Emila Galotti« wurde von Leonhard Koppelmann neu bearbeitet und inszeniert (Sprecherin u.a. Fritzi Haberlandt als Emilia).
Weitere SWR-Produktionen sind »Stella« von Johann Wolfgang von Goethe, »Die Räuber« von Friedrich von Schiller, »Prinz Friedrich von Homburg« von Heinrich von Kleist und »Woyzeck« von Georg Büchner.
 
 
 
 
Alle Stücke der Reihe werden von Januar bis März 2007 in rascher Folge in den Radioprogrammen von SWR2 und MDR Kultur gesendet. Im März 2007 sollen die Produktionen bei Argon als Hörbücher erscheinen.

SWR-Hörspieldramaturg Klaus Schmitz:
»Radiophon und untheatralisch, ohne deklamatorisches Pathos soll die intensive, aufs Wort bezogene Hörspieladaption den Geist und die Botschaft des Stücks auch jungen Hörern vermitteln. Sie trägt somit auch der berüchtigten PISA-Depression im Land der 'Dichter und Denker' Rechnung. Prominente Bühnendarsteller, die den Texten gewachsen sind, legen die Frische und Modernität der Sprache der Klassiker offen.«

Regisseur Leonhard Koppelmann:
«Dialoge zu lesen, ist schwierig für Ungeübte. Gesprochen jedoch entfalten sie ihren unentrinnbaren Reiz. Dazu bestechen die Theatertexte der Deutschen Klassik durch ihre zeitlose Würde, ihre tiefe Humanität, ihre hohe Sprachkunst. Die Dialoge sind wie Musikstücke. In ihnen ist jene sprachliche Virtuosität zu hören, die Goethe, Schiller, Lessing, Kleist und die anderen zu Klassikern hat werden lassen, zu Tragsäulen unseres kulturellen Erbes. Was liegt nun näher, als diese Sprach-Sinfonien an den Ort zurückzuholen, der ganz nur Sprache ist: ins Hörspiel!«

Sprecherin Fritzi Haberlandt:
»Grundsätzlich ist es natürlich wichtig, dass man sich mit den Klassikern beschäftigt. Das ist Literaturgeschichte, Theatergeschichte, das muss man ein bisschen kennen. Andererseits wird da auch ziemlich viel verdorben. Viele Leute stempeln die Stücke als doof ab, weil sie mit Ihnen schlechte Erfahrungen in der Schule machen. Es liegt wohl an der Vermittlung: Mathe kann ja auch total spannend sein, aber eben auch total langweilig. Und so ist es eben auch mit Theaterstücken: Wenn man »Emilia Galotti« ganz trocken in der Schule durchnimmt, würde ich das sicher auch ätzend finden. Wenn ich es aber dann in einer tollen Aufführung sehe, kann es auch was bringen.«
 
     
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