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»Doktor Faustus« von Thomas
Mann |
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Ursendung der 10 Folgen: 3. Oktober bis 9. Dezember auf hr2-Kultur
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Manns Roman über den deutschen Faschismus und seine
kulturellen Wurzeln zeigt sich als ein lebenssattes Geschichten- und Unterhaltungsbuch,
das mit Elementen von Psycho-Thriller, Liebesdrama und Horrorgeschichte
spielt.
Regie: Leonhard Koppelmann
Produktion: Hessischer Rundfunk / Bayerischer Rundfunk in Kooperation mit
der Internationalen Ensemble Modern Akademie 2007
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vom Roman zum Hörspiel
Die Möglichkeiten einer Romanadaption sind im Hörspiel vielschichtig.
Fassungen von Romanen, die auf ca. 90 Minuten angelegt sind, erfordern gleich
Kinofassungen eine andere Gewichtung der Motive als Produktionen, die den
Bogen des Textes über eine mehrteilige Fassung in der akustischen Umsetzung
zu bewahren versuchen. Aber auch die 10-teilige »Faustus«-Adaption
musste sich der Kernerarbeit des Kürzens unterziehen. Thomas Manns
Roman umfasst ca. 650 Seiten im Hörspiel-Manuskript bleiben
davon rund 40 Prozent.
Dem Gebot der Originaltreue und der dramatisch-akustischen Umsetzung zu
folgen, widerspricht vordergründig die dominante Erzählerfigur.
Die verzweigten Mannschen Satzperioden in der Serenuspassage wurden jedoch
nicht eingeebnet, nur behutsam über das akustische Mittel von introspektiv,
gleich einem inneren Monolog gesprochenen Passagen inhaltlich strukturiert
und für das Ohr zugänglicher gestaltet. Der Hörer kann schließlich
nicht zurückblättern, er bleibt auf der Zeitachse des Zu-Hörens
und diese Achse galt es für eine akustische Umsetzung zu stützen.
(Quelle: hr) |
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Die Besetzung
Regisseur Leonhard Koppelmann: »Als wir über die Besetzung
nachdachten, fiel notwendigerweise die Wahl zuerst auf Hanns Zischler.
Er hat sich als Schauspieler, Übersetzer von Derrida und Essayist
einen Namen gemacht und bringt das intellektuelle Rüstzeug mit. Er
kennt als Intellektueller den Stoff, von dem Zeitblom erzählt, und
versteht so, wovon er spricht. Außerdem zeichnet Zischler als Person
eine gewisse Distinguiertheit und ironische Zurückhaltung aus, die
der Serenus-Figur eigen ist. Für mich ist er die idealtypische Verkörperung
dieses Thomas-Mann-Erzählers.«
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Doktor
Faustus  |
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