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Neues Hörbuch-Magazin: Hörbuch
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auf 66 Seiten für 4,90 € von Infosat
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»Wer hören, will muss lesen«, kündigt
Chefredakteur Holger Crump an.
«Hörbuch Report» bringt Rezensionen, Berichte über
Neuerscheinungen, Stories aus der Hörbuch-Branche und aktuelle Nachrichten
aus dem Hörbuch-Markt. Das Magazin wendet sich, laut Infosat, an die
große Zielgruppe der Hörbuch-Käufer als auch an Verlage,
Distributoren, Buchhändler und Produzenten.
Ein Heft kostet 4,90 Euro und enthält in jeder Ausgabe eine Audio-CD
mit Hörproben aktueller Hörbücher oder eines gesamten Hörbuchs
(von Infosat).
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Hoerspiel.com der Kommentar |
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Das »Hörbuch-Magazin« gab es vor zwei Jahren
zwei Ausgaben lang. Die »Hörwelt«, Ende der 90er Jahre
hielt es immerhin einige Ausgaben länger auf dem Markt und war bisher
die ambitonierteste Zeitschrift für Hörspiele und Hörbücher.
Jetzt also der »Hörbuch-Report«. Der Schwerpunkt ist auf
Hörbücher gerichtet, Hörspiele kommen so gut wie nicht vor
- immerhin auf Seite 6 auf wenigen Zeilen der Hinweis auf die HR-Produktion
»Dr. Faustus«.
Die Zeitschrift zeichnet sich durch viel Bild, wenig Text und reichlich
Eigenwerbung für Infosat aus. Auf wenigen Zeilen gibt es ein Interview
mit Volker Lechtenbrink Preisträger in der Kategorie »Bester
Interpret«, Deutscher Hörbuchpreis, und ein etwas längeres
Interview mit Peter Bosnic, Sprecher des Arbeitskreises Hörbuchverlage
beim Börsenverein und ein Interview mit Martina und Wolfgang Koch vom
Hörkultur Verlag. Das auf dem Titelblatt groß angepriesene »Buch
und Radio - Hörbuch-Sender ím Portrait» verweist auf BBC
Radio 4 da hatte Infosat/Radioropa wahrscheinlich erst einmal Angst,
auf das vielfältige ARD-Programm der Radiosender (Hörbuch, Hörspiel)
zu verweisen! Weiter wird auf drei Seiten über die Hörbuchgeschichte
gehechelt, die flugs mit der Hörspielgeschichte
vermischt wird. Die eigentlich Hörbuchgeschichte ist dabei auf eine
halbe Seite begrenzt, die restlichen zweieinhalb Seiten sind allgemeine
Statements über den Hype des Hörbuchs. Übrigens ist hoerspiel.com
immer noch überzeugt: Hörbuch und Hörspiel sind zwei verschiedene
Gattungen!
Bereits das Impressum lässt aufhorchen: Infosat, die mit ihrem kostenpflichtigen
Radio-Sender auf mehreren Kanälen Hörbücher sendet, könnte
auch ein starkes Eigeninteresse daran haben, ihre eigenen Hörbücher
zu präsentieren. Chefredakteur Holger Crump war bereits Chefredakteur
für die hausinterne Zeitschrift »Infosat« und lässt
weder Hörbuch noch Hörspiel-Ohren so richtig klingen. Und von
wem sind die Hörbücher auf der beiligenden CD? Genau: von Infosat
produziert.
Infosat hätte wahrscheinlich die finanzielle Kraft über Jahre
ein solches Hörbuch-Magazin auf dem Markt zu halten - denn hier ist
Infosat ein weiteres Marketing-Produkt gelungen, um auf das hausinterne
Hörbuch-Programm aufmerksam zu machen. Aber dafür 4,90 €
bezahlen?
Ärgerlich auch: reine Werbung von Infosat wird nicht als Werbung sondern
als Information gekennzeichnet!
Zu wünschen wäre der Zeitschrift eine viel stärkere Zusammenarbeit
mit Verlagen, Produzenten und Autoren und einer fachlich-engagierten Handschrift,
die den Markt nicht nur mit den Augen von Infosat aus sieht! |
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