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Hörspiel des Monats Mai 2007
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»ausgeartetes auspunkten« von Franz Mon, Produktion: hr2
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Inhalt
Grundlage des Hörspiels ist eine Wörterschlange von Verben mit
den Präfixen "aus", "an", "ab" und "auf".
Jeweils acht formiert Mon zu Infinitivsätzen, die einer alphabetischen
Ordnung folgen. Die Schlange beginnt mit "ausarten" und endet
mit "auszwitschern" bei Z. Auch wenn in Momenten Erinnertes aufscheint,
ist das Stück, gezeigt an den Verben, eine Hommage an die Autonomie
der Wörter an ihre Würde und ihre Fragilität. Die
vier Stimmen tasten zielgenau, wie hemmungslos die akustischen Spielräume
der Wörter ab bis dahin, dass sie den Laut des Wortes statt
seines Sinnes hervorkehren oder atem- und lautgestische Sinnbezüge
heraufbeschwören.
Wer sich diesem »Hör!Spiel!« zwischen Semantik, Nonsens
und Musikalität überlässt, der wird mit dem Leuchten der
Wörter aus der Wirklichkeit wie des Traumes belohnt. |
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Aus der Begründung der Jury der Deutschen Akademie
der Darstellenden Künste:
»Allseits anerkannter Autor agitiert (...) außergewöhnlich
alliteral, aufregend assonant. A-affine Alphabet-Aufreibungen amüsierten
ausdrücklich alle Auditoren. Autonome Alphabet-Artistik, andererseits
anarchische Alltags-Abstraktionen animieren alles anzuhören. Akkurates
Aufdröseln attackiert althergebrachte Artikulations-Angewohnheiten.
Ausgesprochen außergewöhnliche Aufmischung aller Aus', Abs, Ans,
aber ausdrücklich auch Aufs. Alle Achtung!» |
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Franz Mon
Pseudonym für Franz Löffelholz), geboren am 8. Mai 1926, ist einer
der bedeutendsten, mehrfach ausgezeichneten Dichter der internationalen
Konkreten Poesie, deren Qualität und deren Prinzipien er auch in seine
Hörspielarbeiten übertragen hat. Er lebt in seiner Geburtsstadt
Frankfurt am Main. |
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