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1926 |
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Alfred Auerbach (Hörspielautor):
»Ich werde das Reich des Sichtbaren meiden, die Schatten und die Nacht
bevorzugen, die Phantastik der Winkel, in denen man es tuscheln hört
[...] die dunklen Kerker betasten, den Blinden gleich eine eigene, feinere
Welt für mich entdecken und liebend hegen.«
(Südwestdeutsche Rundfunk Zeitung Nr. 3) |
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Hans Bredow (Reichspostminister der Weimarer Republik):
»In einer Zeit schwerster wirtschaftlicher Not und politischer Bedrängnis
wird der Rundfunk für die Allgemeinheit freigegeben. Nicht länger
soll er ausschließlich wirtschaftlichen Zwecken dienen, sondern es
soll der Versuch gemacht werden, diesen Kulturfortschritt zu benutzen, um
dem deutschen Volke etwas Anregung und Freude in das Leben zu bringen.«
(Dem deutschen Rundfunk zum Geleit, 1923) |
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Alfred Braun:
»Der tönende Stein«
Ein früher akustischer Film mit weltweit spielender Handlung
setzt Visionen und Träume akustisch um.
(Rainer Strzolka, »Hörspiel in der Weimarer Republik«,
S. 23 )
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Hans Bodenstedt
und Alixe Fliegel: »Der Herr der Erde«
Bei dem Stück handelt es sich offenbar um eine akustische Monstrosität
von sechs Abenden Länge. Es symbolisiert den Kampf zwischen Materialismus
und Idealismus. Akustisches Zubehör zu diesem philosophischen Klangspiel
sind Vulkanausbrüche, einstürzende Wolkenkratzer, New York, Tokio,
Sprechchöre, sowie klassische Opernstimmen. Technisch ist das Stück
höchst anspruchsvoll realisiert, es wird sowohl aus einer Kirche als
auch aus dem Studio heraus gesendet. Positive Kritik von Schrokauer (Hamburg)
(Rainer Strzolka, »Hörspiel in der Weimarer Republik«,
S. 23 )
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»Der Begriff Hörspiel gestattet jedem alles was er will oder
kann darunter zu verstehen. Ist Hörspiel das hörbar gemachte Schauspiel?
Die Übersetzung des Seelendramas ins Akustische? Muss es vor dem Mikrophon
spielen wie das Schauspiel vor dem Parkett? Muss es überhaupt spielen
oder ist es Zeitung, die statt Buchstaben Stimmen in die Ohren der Hörer
drückt? Vermittelt es Erkenntnis? Dient es der Belehrung und zugleich
der Unterhaltung? [...] Das alles gibt es, und es gibt niemanden, der behaupten
kann, ein einziger dieser Bestandteile sei für das Hörspiel verboten.«
(Arno Schirkauer in »Ethos des Hörspiels«, Funk 3, 1926) |
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01. Januar
1.022.299 Rundfunkteilnehmer. |
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07. Januar
Gründung der »Deutsche Welle GmbH« als Gemeinschaftseinrichtung
aller regionalen Rundfunkgesellschaften mit Sitz in Berlin. |
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1927 |
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»Distributionsapparat Rundfunk ist in einen Kommunikationsapparat
umzufunktionieren [...] aus dem Radio eine wirklich demokratische Sache
machen.«
Bertold Brecht: »Radiotheorie«  |
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Arbeiten, die krasses soziales Elend schildern, werden von der Ausstrahlung
ausgeschlossen.
(Rainer Strzolka, »Hörspiel in der Weimarer Republik«,
S. 24 )
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Rudolf Leonhard erklärt, dass das Optische für das Hörspiel
problematisch sei, nicht das Akustische.
(Rainer Strzolka, »Hörspiel in der Weimarer Republik«,
S. 24 )
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Die Reichsrundfunkgesellschaft schreibt ein zweites Hörspiel-Preisausschreiben
zur Gewinnung von Hörspielmanuskripten aus.
Es werden 1177 Manuskripte eingesendet. Davon wandern 900 sofort in den
Papierkorb. Nur sechs Hörspiele werden für den Ankauf empfohlen
ein erster Preis wird nicht vergeben. |
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01. Januar
1.367.564 Rundfunkteilnehmer |
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1928 |
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Innerer Monolog als Stilmittel:
Kesser: »Schwester
Henriette« (London, 1929 in München)
Eine Krankenschwester schildert monologisch den Selbstmord eines von ihr
geliebten Patienten. |
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Im Rundfunkprogramm ist das Hörspiel mit ca. zwei Prozent vertreten
(1925-1935). |
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Zahlreiche akustische Filme, die in schneller Folge traummäßige
akustische Bilder bringen; gleichzeitig entstehen Sendespiele, die das Schauspiel
imitieren und großflächige Szenen bieten.
(Rainer Strzolka, »Hörspiel in der Weimarer Republik«,
S. 24 )
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Erster Einsatz von wachsbeschichteten Platten, die es jetzt ermöglichen
Beiträge zu wiederholen. Die Produktion von kostenintensiven Hörspielen
wird möglich. |
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01. Januar
2.009.842 Rundfunkteilnehmer |
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