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HOERSPIEL-NEWSLETTER Februar 2007
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01.--- Hoerspiel.com: »Stimmen im neuen Hörspiel«
02.--- Hörspiel-Workshops für Kinder »Ohr liest mit«
03.--- hr2-Hörspiel »Messages for 2099«
04.--- 10 Bühnenklassiker als Hörspielreihe von SWR und MDR
05.--- WDR-Kurzhörspiel-Wettbewerb »Heimspiel«
06.--- 30.000 Euro für »Hörbücher des Jahres 2006«
07.--- Link-Tipp
08.--- Hörspiel des Jahres 2006
09.--- Hörspiel des Monats Dezember
10.--- Hörspiel-Tipps für Februar/März
11.--- Newsletter als PDF
12.--- Werbung
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+++ 01. +++
+++ Hoerspiel.com: »Stimmen im neuen Hörspiel« +++
Neue wissenschaftliche Arbeit über das Hörspiel:
Die Dissertation von Ingo Kottkamp »Stimmen im neuen Hörspiel«
ist eine detaillierte Analyse dreier Hörwerke aus dem Jahr 1969, die
prägend für das »Neue Hörspiel« waren: »One
Two Two« von Ferdinand Kriwet, »Häuser« von Jürgen
Becker in der Realisation von Raoul Wolfgang Schnell und Alea von Paul Pörtner.
»Stimmen
im neuen Hörspiel« (hoerspiel.com)
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+++ 02. +++
+++ Hörspiel-Workshops für Kinder: »Ohr liest mit«
+++
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels richtet im Rahmen des
bundesweiten Leseförderungswettbewerbs »Ohr liest mit«
Hörspiel-Workshops für Kinder von sieben bis zehn Jahren aus.
In einem Workshop kreieren Kinder unter der professionellen Anleitung
von Medienpädagogen und Radiomachern ihren eigenen Frühstücks-Sound
und nehmen damit am bundesweiten Wettbewerb des Börsenvereins des
Deutschen Buchhandels teil. So entsteht auf der Basis verschiedener Textvorlagen,
die die Kinder dann selbst hörbar machen, eine Reportage oder auch
ein Hörspiel. Die Workshops werden in Buchhandlungen, Schulen und
Literaturhäusern organisiert.
weitere
Informationen (hoerspiel.com)
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+++ 03. +++
+++ hr2-Hörspiel »Messages for 2099« +++
Eine »Flaschenpost« mit Nachrichten für nachfolgende Generationen,
zu öffnen im Jahr 2099 das ist das Thema des Live-Hörspiels
»Messages for 2099«, das hr2, die Kulturwelle des Hessischen
Rundfunks, und Deutschlandfunk (DLF) gemeinsam produzieren und am Samstag,
10. Februar, live ursenden.
Das Kunstprojekt von Kai Grehn und Carsten Nicolai, bei dem hr2 die Federführung
hat, wird um 20 Uhr vor Publikum in der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt,
Adickesallee 1, realisiert. Aus gesammelten O-Tönen wird eine musikalische,
auf Vinyl gepresste Collage zu hören sein, die anschließend
die Deutsche Nationalbibliothek vor Ort bis ins Jahr 2099 in einer Box
von Carsten Nicolai archiviert.
Der Eintritt ist frei. Anschließend: Diskusssion mit den Künstlern.
weitere
Informationen (hoerspiel.com)
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+++ 04. +++
+++ 10 Bühnenklassiker als Hörspielreihe von SWR und MDR +++
Die SWR-Hörspielredaktion hat sich an zeitgemäße und zugleich
sehr textnahe Neuproduktionen von Bühnenklassikern gewagt.
Lessings »Emila Galotti« wurde von Leonhard Koppelmann neu bearbeitet
und inszeniert (Sprecherin u.a. Fritzi Haberlandt als Emilia). Weitere SWR-Produktionen
sind »Stella« von Johann Wolfgang von Goethe, »Die Räuber«
von Friedrich von Schiller, »Prinz Friedrich von Homburg« von
Heinrich von Kleist und »Woyzeck« von Georg Büchner.
weitere
Informationen (hoerspiel.com)
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+++ 05. +++
+++ WDR-Kurzhörspiel-Wettbewerb »Heimspiel« +++
Zum vierten Mal veranstaltet die WDR Hörspiel-Redaktion von 1Live den
Kurzhörspiel-Wettbewerb »Heimspiel«.Autoren und Autorinnen
haben die Gelegenheit, bislang unveröffentlichte Eigenproduktionen
einer großen Hörerschaft zu präsentieren.
Einsendeschluss ist der 15.02.
weitere
Informationen (hoerspiel.com)
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+++ 06. +++
+++ 30.000 Euro für Hörbücher des Jahres 2006«
+++
Die mit insgesamt 30.000 Euro Preisgeld verbundene Auszeichnung »Hörbuch
des Jahres 2006« wurde am Samstag, 27. Januar, feierlich im Wiesbadener
Art-Deco-Kino »Caligari« verliehen.
In der Kategorie »Erwachsenen-Hörbuch des Jahres« ging
der Preis an den Schriftsteller Ror Wolf und seine »Gesammelten
Fußballhörspiele«.
In der Kategorie »Kinder- und Jugendhörbuch des Jahres«
wurde die Lesung »Wie schön weiß ich bin« mit Dolf
Verroen als Autor und der Schauspielerin Laura Tonke als Sprecherin prämiert.
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+++ 07. +++
+++ Link-Tipp +++
Was geschieht, wenn Jakob Michael Reinhold Lenz (Jahrgang 1751) in einer
Radioshow auftritt?
Lenz unternimmt verschiedene Reisen ins Elsass, in die Schweiz, nach Zürich.
Die Radioshow ist immer live dabei.
Der lange (innere) Weg von Lenz wird von Folge zu Folge in der Radioshow
aufgezeichnet, mit Interviews und (Zwischen)Musik eine zeitgemäße
Produktion.
Als Podcast sind nun die ersten zwei Folgen erschienen: Folge 1 »Lenz
im Gebirge« und Folge 2 »Geborgenheit oder Selbstmord«
sehr hörenswerte Produktion
Die Hörspiele wurden von Mario Keipert produziert.
Link-Tipp (lenz24hours.com)
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+++ 08. +++
+++ Hörspiel des Jahres 2006 +++
»Enigma Emmy Göring« von Werner Fritsch
Regie: Werner Fritsch | Dramaturgie: Hans Burkhard Schlichting | Produktion
SWR
Das 54-minütige Originalhörspiel ist ein fiktiver Monolog der
1973 gestorbenen ehemaligen Schauspielerin und Ehefrau von Hermann Göring.
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Informationen (hoerspielshop.net)
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+++ 09. +++
+++ Hörspiel des Monats Dezember +++
»Die Serapions-Brüder« von E.T.A. Hoffmann
Bearbeitung & Regie: Klaus Buhlert | Produktion: BR
weitere Informationen (hoerspiel.com)
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+++ 10. +++
+++ Hörspiel-Tipps für Februar/März +++
Freitag, 09. Februar | SWR 2 | 22.03 Uhr
»Draußen vor der Tür« von Wolfgang Borchert
Vor 60 Jahren, am 13. Februar 1947, brachte der NWDR-Chefdramaturg Ernst
Schnabel das Hörspiel zur Ursendung, das als ausdrucksvollste Erfahrungsbilanz
der Kriegsgeneration gilt: die Geschichte des traumatisierten Kriegsheimkehrers
Beckmann, der in seiner zerstörten Welt kein Zuhause mehr findet. Das
erst später auf der Bühne aufgeführte Stück wurde »zum
Sinnbild des herumvagabundierenden schlechten Gewissens, der Klage, aber
auch der Anklage einer bürgerlichen Welt, die ihre Ordnung bereits
wiedergefunden hat: im verschnittenen Mittelmaß und in der feigen
Absicherung« (Peter Rühmkorf).
Freitag, 09. Februar | WDR 5 | 20:05 Uhr
Samstag, 10. Februar | WDR 5 | 10:05 Uhr (Wdh.)
»Der Schrei der Eule« von Patricia Highsmith
Nach Büroschluss treibt sich der Ingenieur Robert Forester als Voyeur
in idyllischen Wohngegenden herum. Besonders die hübsche Jenny hat
es ihm angetan. Eines Abends entdeckt sie ihn im Gebüsch, und es entwickelt
sich zwischen den beiden eine heimlich-unheimliche Liebesbeziehung. Doch
Robert kann mit der realen Zuneigung eines Menschen, den er zuvor glorifiziert
hat, wenig anfangen. Da verschwindet Jennys Verlobter, und die Polizei findet
eine Leiche im Fluss. Ist der Voyeur auch der Mörder? In Der
Schrei der Eule entwickelt Patricia Highsmith zwei Motive, die für
ihr gesamtes Schaffen zentral sind: die Unmöglichkeit der Liebe und
die Unvermeidbarkeit des Bösen.
Sonntag, 11. Februar | Bayern2Radio | 15:15 Uhr (Teil 1)
Sonntag, 18. Februar | Bayern2Radio | 15:15 Uhr (Teil 2)
»Die Reise nach Petuschki« von Wenedikt Jerofejew
»Warum nur bin ich ein Idiot, Dämon und Schwätzer in einem?«
Wenedikt, ein leutseliger Trunkenbold, säuft sich durch Moskau, will
endlich den Kreml sehen, gelangt jedoch immer nur zum Kursker Bahnhof.
Es ist Freitag. Er drückt sich sein Köfferchen, gefüllt
mit Schnaps und Geschenken für die Geliebte und den Sohn, ans Herz
und macht sich auf den Weg nach Petuschki. In einem langen Monolog philosophiert
er melancholisch und gewitzt über das Trinken und die Benommenheit,
Wirkung, Menge und zu beachtende Reihenfolge der alkoholischen Getränke,
er hält Zwiesprache mit den Engeln, die ihn nach einer durchzechten
Nacht bis zum ersten Lächeln des Tages begleiten.
Samstag, 17. Februar | hr2 | 23:05 Uhr
Paula af Malmborg: Hittekvinnan Jacopo Baboni Schilingi: Disparitions (Prix
Italia 2006)
Der Prix Italia machte sie international bekannt, die Radiooper »Hittekvinnan
(foundling woman)« von Paula af Malmborg nach Texten von Kerstin
Thorvall und »Disparitions« von Jacopo Baboni Schilingi auf
Texte von Yannick Liron.
Die schwedische Radiooper erzählt mit großem Orchester, Gesangssolisten,
einer Erzählerin und elektronischen Klängen von einer Frau, von
der niemand weiß, woher sie kam, von einem Vater, der als Bariton
auf einer Schellackplatte existiert. Diesem radiophonen Meisterstück
ebenbürtig ist das französische Werk, in dem das Verschwinden
vom Text in der Musik, vom synthetischen Klang im natürlichen oder
von Menschen in der Architektur detailliert auskomponiert ist und damit
eine unvertraute Klangästhetik hervorbringt. Zwei Hörgenüsse.
Dienstag, 27. Februar | DLF | 20:10 Uhr
»Keiner ist böse und keiner ist gut - Ein Versuch über
Science Fiction« von Rainer Werner Fassbinder
Fassbinder unternimmt den Versuch, die Praktiken gängiger Science-Fiction-Literatur
zu durchbrechen. Heutige Zukunftsschilderer wetteifern in Fantasien über
eine Zeit, in der Missstände und Fehlleistungen der Gegenwart zur
Potenz gesteigert sind. Dagegen setzt Fassbinder innerhalb einer solchen
Zukunftswelt eine zweite Form: die Utopie einer Gesellschaft, die sich
von allen Formen politischen Terrors und sozialer Diskriminierung befreit.
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+++ 11. +++
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