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Foto: Norbert Balzer ©
 
Meilensteine des Hörspiels »Träumereien am elektrischen Kamin« (1971)
Meilensteine des Hörspiels »Ausgeschlossen« (1972)
Meilensteine des Hörspiels »Haben Sie Hitler gesehen?« (WDR 1973)
Meilensteine des Hörspiels »Beethovens Fünfte« (NDR/SDR 1976)
Meilensteine des Hörspiels »Moin Vaddr läbt« (HR 1980)
Meilensteine des Hörspiels »Führungen, ein deutsches Denkmal« (HR 1982)
Meilensteine des Hörspiels »Alles umsonst« (HR/WDR 1984)
Meilensteine des Hörspiels »Stalingrad« (HR/BR/MDR/SWF 1992)
Meilensteine des Hörspiels »Der Krieg geht zu Ende – Chronik für Stimmen
– Januar bis Mai 1945« (HR/BR/NDR/SWF 1995)
     
 
     
 
1929 in Rostock geboren. Vater Karl Georg Kempowski ist Schiffsmakler und Reeder. Mutter Margarethe, geb. Collasius, stammt aus einer Hamburger Kaufmannsfamilie. Schwester Ulla und Bruder Robert.
1944 Einweisung in eine Strafeinheit der Hitlerjugend.
1945 Einberufung als Luftwaffenkurier. Der Vater wird auf der Frischen Nehrung als Soldat getötet.
1948 wird von einem sowjetischen Militärtribunal wegen angeblicher Wirtschaftsspionage zu 25 Jahren Zuchthaus verurteilt, von denen er acht Jahre in Bautzen verbüßt. Bruder Robert und Mutter Margarethe werden ebenfalls zur Haft verurteilt.
1954 Entlassung der Mutter aus der Haft.
1956 Entlassung aus der Haft. Erste Aufzeichnungen über die Haftzeit. Beginn der täglichen Tagebuchaufzeichnungen.
  Arbeit als Dorfschullehrer.
1957 Abitur und Studium an der Pädagogischen Hochschule Göttingen.
Beginn der Recherchen für die umfangreiche Familien-Chronik.
Entlassung des Bruders, Robert Kempowski aus der Haft.
1959 Hörspielkreis – mit Ginka Steinwachs, Helmut Stanke. Helmut Stanke, der später Schauspieler wurde, erzähtl über den Hörspielkreis, der Wolfgang Borcherts »Draußen vor der Tür« aufnahm: »Kempowski hatte ein Tonband, damals eine Seltenheit. Wir saßen um den Tisch herum vor dem Mikrophon und waren mit Akribie und Liebe bei der Sache. Kempowski übernahmt den Kabarettdirektor und machte die Geräusche, ich durfte den Beckmann sprechen. In dieser Rolle habe ich mich hineingesteigert, dnach überhaupt in die Beschäftigung mit Theater«.
1960 Heirat der Lehrerin Hildegard Janssen, das Ehepaar arbeitet an der Dorfschule in Breddorf bei Zeven.
1961 Geburt der Sohnes, Karl-Friedrich. Arbeit an verschiedenen Romanprojekten. Beginn der Befragungen zu »Haben Sie Hitler gesehen«.
1962 Geburt der Tochter, Renate. Erste Verbindung zum Rowohlt-Verlag.
1969 »Im Block. Ein Haftbericht« erscheint im Rowohlt Verlag.
1971 »Tadellöser & Wolff« erscheint im Hanser Verlag.
1972 »Uns geht's ja noch Gold« erscheint.
Wilhelm-Raabe-Preis.
1975 Verfilmung von »Tadellöser & Wolff«, für das ZDF, Regie: Eberhard Fechner.
1976 Karl-Sczuka-Preis für »Beethovens Fünfte«.
1980 Hörspielpreis der Kriegsblinden für »Moin Vaddr läbt«.
1981 bis 1991 Literaturseminare in Haus Kreienhoop.
1983 In Zusammenarbeit mit Radio Bremen erstmals »Literaturtage im Kreienhoop«.
1984 Abschluss der »Deutschen Chronik« mit »Herzlich Willkommen«.
1990 »Sirius. Eine Art Tagebuch«.
1993 »Das Echolot. Ein kollektives Tagebuch 1.1.-28.2.1943« erscheint in vier Bänden.
1994 Konrad-Adenauer-Preis für »Das Echolot«.
1995 Zum 50. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs, wurde in fast allen Sender der ARD Kempowskis Hörspiel »Der Krieg geht zu Ende – Chronik für Stimmen – Januar bis Mai 1945« – 840 Minuten lang.
Uwe Johnson Preis für das Echolot
1996 Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes
1997 Aufnahme eines neunzehnstündigen Video-Protokolls von 37 Fernsehprogrammen, die Textfassung erscheint als »Bloomsday '97«.
2000 Zusammen mit ZDF-Aspekte und BOL-Deutschland ein Internet-Tagebuchprojekt »Eine Woche Deutschland«.
2002 »Echolot. Barbarossa '41«.
2003 Roman-Veröffentlichung »Letzte Grüße«.
2005 »Das Echolot. Abgesang ´45. Ein kollektives Tagebuch.«
Thomas-Mann-Preis .
2006 Hoffmann-von-Fallersleben-Preis .
2007 Kempowski stirbt am 5. Oktober 2007 in einem Krankenhaus im niedersächsischen Rotenburg an seinem Darmkrebsleiden.
Kempowski wurde 78 Jahre alt.
   
  Leben und Werk von Walter Kempowski
  Radio Bremen im Interview mit Walter Kempowski
   
 
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