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Foto: Wolfgang-Borchert-Archiv ©
 
Meilensteine des Hörspiels »Draußen vor der Tür« (NWDR 1947)
     
 
     
 
1921 in Hamburg geboren. Sohn des Volksschullehrers Fritz Borchert und dessen Frau, der (auch niederdeutschen) Heimatschriftstellerin Hertha Borchert.
1939 Buchhändlerlehre – auf Verlangen der Eltern. Er nimmt aber nebenher noch Schauspielunterricht.
1940 Abbruch der Lehre, Schauspielausbildung.
1941 Engagement an der Landesbühne Osthannover.
Panzergrenadier an der Ostfront.
1942 Verletzung an der Front, er erkrankt zusätzlich an Diphtherie.
Untersuchungshaft, ihm wird vorgeworfen sich die Schußverletzung selbst zugefügt zu haben – er wird freigesprochen bleibt aber weiterhin in Haft da ihm Wehrkraft- zersetzung und negative Äußerungen über Partei und Staat vorgeworfen werden.
1943 Einsatz an der Ostfront – Erfrierungen am Fuß.
Als Kabarettist steht er in Hamburg auf der Bühne. Er wird im Oktober wegen chronischer Lebererkrankung aus der kämpfenden Truppe entlassen. Gelegentlich parodiert er im privaten Kreis Joseph Goebbels – er wird denunziert und landet erneut im Gefängnis.
1944 Wegen Wehrkraftzersetzung wird er zu neun Monaten Gefängnis verurteilt.
›Zur Frontbewährung‹ wird er wieder ins Feld geschickt.
1945 Kapitulation seiner Einheit – Borchert gerät in Frankfurt am Main in französische Kriegsgefangenschaft, kann fliehen und geht 600 Kilometer lang zu Fuß nach Hamburg.
Er versucht in der Theater- und Kabarettszene Fuß zu fassen.
1946 Er wird in das Krankenhaus eingeliefert – Ärzte ›geben‹ ihm noch ein Jahr zu leben.
Es enstehen 20 Prosastücke. Veröffentlichung der Gedichtsammlung »Laterne, Nacht und Sterne« mit Gedichten aus der Zeit zwischen 1940 und 1945.
1947 Innerhalb weniger Tage schreibt er »Draußen vor der Tür«. Das Hörspiel wird am 13. Februar 1947 vom Nordwestdeutschen Rundfunk gesendet und ist ein phänomenaler Erfolg. Borchert selbst kann sein Hörspiel nicht hören – in Hamburg ist Stromsperre.
Im April wird »Die Hundeblume« als Prosaband veröffentlicht.
Am 20. November stirbt Borchert in Basel im Alter von 26 Jahren.
Ein Tag später, am 21. November, führen die Hamburger Kammerspiele »Draußen vor der Tür« zum ersten Mal als Schauspiel auf.
   
 
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