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GESCHICHTE DES HÖRSPIELS: 1917-1932 |
| 1917 |
Oktober
Hans Bredow und Alexander Meissner unternehmen im Auftrag des Chefs der
Feldtelegraphie an der deutschen Westfront drahtlose Telefonieversuche
mit einem Röhrensender: Musik und Vorlesungen aus Zeitungen und Büchern
werden übertragen. »Unterhaltung im Kriegsfunk« wird
gesendet. |
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1918 |
16. Januar
Telefunken gründet die Betriebsgesellschaft »Drahtloser Überseeverkehr
AG« (Transradio).
Erste Bearbeitung von Theaterstücken für den Funk. |
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1919 |
| Die Hauptfunkstelle der Reichspost in Königswusterhausen beginnt
Versuche zur Übertragung von Nachrichten und Musiksendungen aus 80
Postämtern in Deutschland, Funkberichte über Sitzungen der Nationalversammlung
folgen. |
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1920 |
22. Dezember
Instrumentalkonzert vom Sender Königswusterhausen. |
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1922 |
01. September
Der »Wirtschaftsrundspruchdienst«, sendet die Wirtschafts-
und Börsennachrichten. |
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14. November
Die BBC nimmt den Sendebetrieb auf. |
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1923 |
| In den Vereinigten Staaten mischt man Stimmen und Geräusche,
um die Handlung verständlicher zu machen. |
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In den Experimentalstudios von Telefunken produziert F.A. Tiburtius
das Hörspiel »Anke« es wurde aber nicht gesendet. |
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6. April
Gründung des ersten »Deutschen Radio Clubs« in Berlin,
einer Vereinigung von Rundfunkamateuren. Ab August erscheint deren Zeitschrift
»Der Radio-Amateur«. |
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29. Oktober
Die »Radio Stunde AG« (später: »Funkstunde AG«
) in Berlin beginnt mit regelmäßigen Sendungen von 8-21 Uhr
aus dem Haus der Schallplattenfirma Vox in Berlin. |
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03. November
Heinrich
Heine: »Seegespenst« (Gedichtrezitation) - Radio Stunde AG |
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1924 |
Inhaltlich dominieren neben der Adaption klassischer Dramen die Darstellung
echter oder fingierter Katastrophen.
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Sprecher agieren live und in voller Kostümierung vor dem Mikrofon.
Friedrich
Schiller: Wallensteins Lager |
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Nebeneinander unterschiedlichster Hörspielformen:
Hörbild und Hörfolge (= mehrere Hörbilder = reportageähnliche
Kurzszenen, umrahmt von Gedichten, Geräuschen und Musik).
In späteren Jahren wird man dies unter Reportage / Feature und Hörspiel
einordnen. |
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Die Zeitschrift »Die Sendung« schreibt einen Wettbewerb
für Sendespiele von 15-20 Minuten Länge aus, der
mit 5.000 Mark dotiert ist, muss ihn aber mangels Beteiligung zurückziehen. |
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Verschiedentlich wird öffentliche Kritik laut, der Rundfunk solle
eher seine Sendequalität verbessern, als an eine eigene Kunstformen
zu denken.
Kapeller formuliert die Hoffnung, die angebliche Kluft zwischen Kunst
und Technik werde überwunden werden und markiert damit den Beginn
der später so genannten Hörspieldikussion.
(Rainer Strzolka, »Hörspiel in der Weimarer Republik«,
S. 22 )
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1. Januar
1580 Rundfunkteilnehmer |
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15. Januar
Richard Hughes:
»A Comedy of Danger« (Radio London) erstes originäres
Hörspiel.
Durch einen Unfall erlischt das Licht in der Kohlengrube Dunkelheit
als hörspieltypisches Element der »Handlung ohne Bilder«
(Würffel). |
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01. Juli
100.000 Rundfunkteilnehmer. |
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August
Bis zum August 1924 prägte man Begriffe wie Funkdrama, Sendungsspiel,
Funkspiel.
Hans S. von Heister prägte in der Zeitschrift "Der deutsche
Rundfunk" den Begriff 'Hörspiel'. |
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24.Oktober
Hans Flesch:
»Zauberei auf dem Sender« (Sender Frankfurt)  |
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1925 |
Hans Siebert von Heister fordert die Ausprägung eines spezifischen
Hörspiels als Kunstform.
Aloys Christian Wilsmann stellt fest, es stünde schlecht um eine
funkspezifische Kunstform, da die Produktion unwirtschaftlich sei und
selbständige Stilformen fehlten, von Heister sieht hingegen die Hörspielentwicklung
auf den Weg gebracht.
(Rainer Strzolka, »Hörspiel in der Weimarer Republik«,
S. 23 )
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01. Januar
500.000 Rundfunkteilnehmer mit monatlichen, von der Post erhobenen Beiträgen. |
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15. Mai
Gründung der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft mbH (RRG). Am 01. Juni
wird Hans Bredow ihr Leiter. |
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21. Juli
Rolf Gunold:
»Spuk« (Sender Breslau) |
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1926 |
Alfred Auerbach (Hörspielautor):
»Ich werde das Reich des Sichtbaren meiden, die Schatten und die
Nacht bevorzugen, die Phantastik der Winkel, in denen man es tuscheln
hört [...] die dunklen Kerker betasten, den Blinden gleich eine eigene,
feinere Welt für mich entdecken und liebend hegen.«
(Südwestdeutsche Rundfunk Zeitung Nr. 3) |
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Hans Bredow (Reichspostminister der Weimarer Republik):
»In einer Zeit schwerster wirtschaftlicher Not und politischer Bedrängnis
wird der Rundfunk für die Allgemeinheit freigegeben. Nicht länger
soll er ausschließlich wirtschaftlichen Zwecken dienen, sondern
es soll der Versuch gemacht werden, diesen Kulturfortschritt zu benutzen,
um dem deutschen Volke etwas Anregung und Freude in das Leben zu bringen.«
(Dem deutschen Rundfunk zum Geleit, 1923) |
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Alfred
Braun: »Der tönende Stein«
Ein früher akustischer Film mit weltweit spielender Handlung
setzt Visionen und Träume akustisch um.
(Rainer Strzolka, »Hörspiel in der Weimarer Republik«,
S. 23 )
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Hans Bodenstedt
und Alixe Fliegel: »Der Herr der Erde«
Bei dem Stück handelt es sich offenbar um eine akustische Monstrosität
von sechs Abenden Länge. Es symbolisiert den Kampf zwischen Materialismus
und Idealismus. Akustisches Zubehör zu diesem philosophischen Klangspiel
sind Vulkanausbrüche, einstürzende Wolkenkratzer, New York,
Tokio, Sprechchöre, sowie klassische Opernstimmen. Technisch ist
das Stück höchst anspruchsvoll realisiert, es wird sowohl aus
einer Kirche als auch aus dem Studio heraus gesendet. Positive Kritik
von Schrokauer (Hamburg)
(Rainer Strzolka, »Hörspiel in der Weimarer Republik«,
S. 23 )
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»Der Begriff Hörspiel gestattet jedem alles was er will oder
kann darunter zu verstehen. Ist Hörspiel das hörbar gemachte
Schauspiel? Die Übersetzung des Seelendramas ins Akustische? Muss
es vor dem Mikrophon spielen wie das Schauspiel vor dem Parkett? Muss
es überhaupt spielen oder ist es Zeitung, die statt Buchstaben Stimmen
in die Ohren der Hörer drückt? Vermittelt es Erkenntnis? Dient
es der Belehrung und zugleich der Unterhaltung? [...] Das alles gibt es,
und es gibt niemanden, der behaupten kann, ein einziger dieser Bestandteile
sei für das Hörspiel verboten.«
(Arno Schirkauer in »Ethos des Hörspiels«, Funk 3, 1926) |
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01. Januar
1.022.299 Rundfunkteilnehmer. |
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07. Januar
Gründung der »Deutsche Welle GmbH« als Gemeinschaftseinrichtung
aller regionalen Rundfunkgesellschaften mit Sitz in Berlin. |
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1927 |
»Distributionsapparat Rundfunk ist in einen Kommunikationsapparat
umzufunktionieren [...] aus dem Radio eine wirklich demokratische Sache
machen.«
Bertold Brecht: »Radiotheorie«  |
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Arbeiten, die krasses soziales Elend schildern, werden von der Ausstrahlung
ausgeschlossen.
(Rainer Strzolka, »Hörspiel in der Weimarer Republik«,
S. 24 )
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Rudolf Leonhard erklärt, dass das Optische für das Hörspiel
problematisch sei, nicht das Akustische.
(Rainer Strzolka, »Hörspiel in der Weimarer Republik«,
S. 24 )
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Die Reichsrundfunkgesellschaft schreibt ein zweites Hörspiel-Preisausschreiben
zur Gewinnung von Hörspielmanuskripten aus.
Es werden 1177 Manuskripte eingesendet. Davon wandern 900 sofort in den
Papierkorb. Nur sechs Hörspiele werden für den Ankauf empfohlen
ein erster Preis wird nicht vergeben. |
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01. Januar
1.367.564 Rundfunkteilnehmer |
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1928 |
Innerer Monolog als Stilmittel:
Kesser: »Schwester
Henriette« (London, 1929 in München)
Eine Krankenschwester schildert monologisch den Selbstmord eines von ihr
geliebten Patienten. |
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Im Rundfunkprogramm ist das Hörspiel mit ca. zwei Prozent vertreten
(1925-1935). |
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Zahlreiche akustische Filme, die in schneller Folge traummäßige
akustische Bilder bringen; gleichzeitig entstehen Sendespiele, die das
Schauspiel imitieren und großflächige Szenen bieten.
(Rainer Strzolka, »Hörspiel in der Weimarer Republik«,
S. 24 )
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Erster Einsatz von wachsbeschichteten Platten, die es jetzt ermöglichen
Beiträge zu wiederholen. Die Produktion von kostenintensiven Hörspielen
wird möglich. |
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01. Januar
2.009.842 Rundfunkteilnehmer |
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1929 |
Erste Blütezeit des Hörspiels.
Die akustische Blende etabliert sich als künstlerisches Stilmittel.
Der innere Monolog tritt in den Vordergrund. |
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Friedrich
Walter Bischoff: »Hallo! Hier Welle Erdball« |
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Ernst Johannsen:
»Brigadevermittlung«
Inmitten einer Telefonvermittlungsstelle erlebt der Hörer den Krieg
hautnah noch einmal mit. Das Hörspiel lehnt sich an die Antikriegsromane
von Remarque und Renn an.
»Brigadevermittlung« ist innerhalb Deutschlands ein großer
Hörspielerfolg und wird auch in ausländischen Programmen gesendet.
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Erich Schäfer:
»Malmgreen«
Das erste Pionier Hörspiel (= Polar- und Ozeanexpedition)
Friedrich
Wolf: »SOS ... Rao rao ... Foyn Krassin rettet Italia«
Katastrophe des Luftschiffs Italia während des Nordpolfluges.
Die Pionier Hörspiele beziehen Reportage-Techniken und
dokumentarische Elemente als medienzspezifische Elemente mit ein. |
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Kassler Arbeitstagung (unter anderem mit Alfred Döblin, Arnold Bronnen,
Arnold Zweig, Hermann Kasack):
Zentrales Thema ist das künstlerische Spektrum der gesendeten Werke,
das für das Verhältnis zwischen Schriftstellern und Rundfunk
wesentlich wurde.
»Es ist mir sicher, dass nur auf ganz freier Weise, unter Benutzung
lyrischer und epischer Elemente, auch essayistischer, in Zukunft wirkliche
Hörspiele möglich werden, die sich zugleich die anderen Möglichkeiten
des Rundfunks, Musik und Geräusche für ihre Zwecke nutzbar machen.«
(Hans Bredow: »Aus meinem Archiv«) |
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Aufkommen von Kriegshörspielen nach erfolgreichen Dramen, zum Beispiel
Gerhard Menzel:
»Hauptmann Tobbogan«
Erst ab 1932 dominieren reaktionäre Autoren wie Werner Beumelburg,
Ernst Jünger, Edwin Erich Dwinger.
Gleichzeitig werden vermehrt Arbeitslosenhörspiele gesendet. |
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Hans Flesch zeigt sich davon überzeugt, »dass das Hörspiel
weder Theaterstück noch Epos noch Lyrik sein wird.«
Rudolf Rieth (Oberspielleiter in Köln): »Ein Hörspiel
ist nun mal kein Lesekränzchen.« |
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01. Januar
2.635.567 Rundfunkteilnehmer |
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1930 |
Das Geräusch wird zum wichtigsten Stilelement für das Hörspiel.
Eduard Reinacher:
»Der Narr mit der Hacke« (Sender Köln)
Ein Mönch gräbt 40 Jahre lang einen Tunnel durch den Berg um
die Schuld des Menschen damit abzutragen.
Reinacher benutzt das Geräusch der Hacke, als »Symbol des inneren
Kampfes des Mönchs«, so R. Kolb in »Horoskop des Hörspiels«

Reinacher gilt als Wegbereiter des Inneren Hörspiels,
indem die Einheit des Orts im Bewußtsein / Gewissen des Erzählenden
stattfindet.
Reinachers Hörspiel läutet damit den eigentlichen Beginn des
Hörspiels ein, so Heinz Schwitzke in »Das Hörspiel«.
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Alfred
Döblin: »Die Geschichte von Franz Biberkopf«
Hörspiel nach dem Roman »Berlin Alexanderplatz«. |
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01. Januar
3.066.682 Rundfunkteilnehmer |
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1931 |
Günter
Eich: »Ein Traum am Edsin-gol«
Geno Ohlischlaeger:
»Aller Mütter Sohn«
Walter Benjamin:
Hörstücke, unter anderem »Gehaltserhöhung?« |
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01. Januar
3.509.509 Rundfunkteilnehmer |
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10. Oktober
Goebbels beansprucht Einfluss auf die Sendeleitungen, da seine erste Rundfunkrede
zensiert wird. Er übernimmt den Vorsitz des Reichsverbands
deutscher Rundfunkhörer. |
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1932 |
»Verinnerlichung. Äußere Aktualität um jeden Preis
muss dem Hörspiel schaden [...] Alle unsere Anschauungen von der
äußeren Handlung, von Ort, Zeit, Umwelt und Aussehen der Personen
müssen vielmehr aus dem inneren Zusammenhang des Hörspiels hervorgehen.
Jedes realistische Bild mit Worten enthält (für den Hörer)
oft eine Allegorie = ein bloß realistischer Handlungsvorgang, bloße
realistische Figuren sind im Hörspiel wegen der notwendigen Einheit
des Inneren und Äußeren, des Gezeigten und Gemeinten nicht
darzustellen [...] uns mehr die Bewegung im Menschen, als die Menschen
in Bewegung zu zeigen.«
(Kolb »Horoskop des Hörspiels« )
Für Kolb hat das Wort für das Hörspiel ausschlaggebende
Bedeutung.
Das monologische Wortkunstwerk mit dem Stilmittel der inneren Bühne
verbreitet die Innerlichkeit, die von den Nationalsozialisten als Ideal
propagiert wird.
(Rainer Strzolka, »Hörspiel in der Weimarer Republik«,
S. 35 )
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Hermann
Kasack: »Der Ruf«
Arbeitslosenhörspiele, wie von Kasack, stehen im Mittelpunkt.
Soziale und wirtschaftliche Auswirkungen der Arbeitslosigkeit werden meist
im inneren Monolog geschildert. |
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E. Kurt
Fischer: »Trommel, Trommel, Gong«
ist ein Zeitgedicht für Stimmen, Klänge und Geräusch in
fünf Hörbildern. Produziert vom Geräuschstudio der Mary-Wigmann-Schule,
Dresden.
(Rainer Strzolka, »Hörspiel in der Weimarer Republik«,
S. 33 )
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Experimente mit Kurzhörspielen, die radikal auf rein akustischen
Möglichkeiten aufgebaut sind wurden teilweise in der von Alfred Braun
betreuten Senderreihe "Horchposten" durch den Sender Berlin
ausgestrahlt, zum Beispiel
Horst Lange:
»Der Nächtliche«
Franziska
Girgensohn: »Narkose«
Alfred Prugel:
»Die Begegnung«
(Rainer Strzolka, »Hörspiel in der Weimarer Republik«,
S. 23 )
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Juli
Neuordnung des Rundfunks. Völlige Verstaatlichung der Sendegesellschaften,
bevollmächtigte Staatskommissare, Zentralisation, neue Programmrichtlinien
und Überwachungsorgane. |
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12. August
Politischer Rundfunkkommissar des Reichsinnenministers wird Erich Scholz,
NSDAP. |
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