| Leben und Werk |
| 1929 |
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in Rostock geboren. Vater Karl Georg Kempowski ist Schiffsmakler und Reeder. Mutter Margarethe, geb. Collasius, stammt aus einer Hamburger Kaufmannsfamilie. Schwester Ulla und Bruder Robert. |
| 1944 |
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Einweisung in eine Strafeinheit der Hitlerjugend. |
| 1945 |
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Einberufung als Luftwaffenkurier. Der Vater wird auf der Frischen Nehrung als Soldat getötet. |
| 1948 |
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wird von einem sowjetischen Militärtribunal wegen angeblicher Wirtschaftsspionage zu 25 Jahren Zuchthaus verurteilt, von denen er acht Jahre in Bautzen verbüßt. Bruder Robert und Mutter Margarethe werden ebenfalls zur Haft verurteilt. |
| 1954 |
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Entlassung der Mutter aus der Haft. |
| 1956 |
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Entlassung aus der Haft. Erste Aufzeichnungen über die Haftzeit. Beginn der täglichen Tagebuchaufzeichnungen. |
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Arbeit als Dorfschullehrer. |
| 1957 |
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Abitur und Studium an der Pädagogischen Hochschule Göttingen. Beginn der Recherchen für die umfangreiche Familien-Chronik. Entlassung des Bruders, Robert Kempowski aus der Haft. |
| 1959 |
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Hörspielkreis – mit Ginka Steinwachs, Helmut Stanke. Helmut Stanke, der später Schauspieler wurde, erzähtl über den Hörspielkreis, der Wolfgang Borcherts »Draußen vor der Tür« aufnahm: »Kempowski hatte ein Tonband, damals eine Seltenheit. Wir saßen um den Tisch herum vor dem Mikrophon und waren mit Akribie und Liebe bei der Sache. Kempowski übernahmt den Kabarettdirektor und machte die Geräusche, ich durfte den Beckmann sprechen. In dieser Rolle habe ich mich hineingesteigert, danach überhaupt in die Beschäftigung mit Theater«. |
| 1960 |
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Heirat der Lehrerin Hildegard Janssen, das Ehepaar arbeitet an der Dorfschule in Breddorf bei Zeven. |
| 1961 |
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Geburt der Sohnes, Karl-Friedrich. Arbeit an verschiedenen Romanprojekten. Beginn der Befragungen zu »Haben Sie Hitler gesehen«. |
| 1962 |
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Geburt der Tochter, Renate. Erste Verbindung zum Rowohlt-Verlag. |
| 1969 |
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»Im Block. Ein Haftbericht« erscheint im Rowohlt Verlag. |
| 1971 |
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»Tadellöser & Wolff« erscheint im Hanser Verlag. |
| 1972 |
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»Uns geht’s ja noch Gold« erscheint. Wilhelm-Raabe-Preis. |
| 1975 |
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Verfilmung von »Tadellöser & Wolff«, für das ZDF, Regie: Eberhard Fechner. |
| 1976 |
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Karl-Sczuka-Preis für »Beethovens Fünfte«. |
| 1980 |
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Hörspielpreis der Kriegsblinden für »Moin Vaddr läbt«. |
| 1981 |
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bis 1991 Literaturseminare in Haus Kreienhoop. |
| 1983 |
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In Zusammenarbeit mit Radio Bremen erstmals »Literaturtage im Kreienhoop«. |
| 1984 |
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Abschluss der »Deutschen Chronik« mit »Herzlich Willkommen«. |
| 1990 |
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»Sirius. Eine Art Tagebuch«. |
| 1993 |
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»Das Echolot. Ein kollektives Tagebuch 1.1.-28.2.1943« erscheint in vier Bänden. |
| 1994 |
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Konrad-Adenauer-Preis für »Das Echolot«. |
| 1995 |
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Zum 50. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs, wurde in fast allen Sender der ARD Kempowskis Hörspiel »Der Krieg geht zu Ende – Chronik für Stimmen – Januar bis Mai 1945« – 840 Minuten lang. Uwe Johnson Preis für das Echolot  |
| 1996 |
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Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes  |
| 1997 |
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Aufnahme eines neunzehnstündigen Video-Protokolls von 37 Fernsehprogrammen, die Textfassung erscheint als »Bloomsday ’97«. |
| 2000 |
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Zusammen mit ZDF-Aspekte und BOL-Deutschland ein Internet-Tagebuchprojekt »Eine Woche Deutschland«. |
| 2002 |
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»Echolot. Barbarossa ’41«. |
| 2003 |
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Roman-Veröffentlichung »Letzte Grüße«. |
| 2005 |
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»Das Echolot. Abgesang ´45. Ein kollektives Tagebuch.« Thomas-Mann-Preis . |
| 2006 |
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Hoffmann-von-Fallersleben-Preis . |
| 2007 |
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Kempowski stirbt am 5. Oktober 2007 in einem Krankenhaus im niedersächsischen Rotenburg an seinem Darmkrebsleiden. Kempowski wurde 78 Jahre alt. |
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Leben und Werk von Walter Kempowski  |
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Radio Bremen im Interview mit Walter Kempowski  |