in Hamburg geboren. Sohn des Volksschullehrers Fritz Borchert und
dessen Frau, der (auch niederdeutschen) Heimatschriftstellerin Hertha
Borchert.
1939
Buchhändlerlehre auf Verlangen der Eltern. Er nimmt
aber nebenher noch Schauspielunterricht.
1940
Abbruch der Lehre, Schauspielausbildung.
1941
Engagement an der Landesbühne Osthannover.
Panzergrenadier an der Ostfront.
1942
Verletzung an der Front, er erkrankt zusätzlich an Diphtherie.
Untersuchungshaft, ihm wird vorgeworfen sich die Schußverletzung
selbst zugefügt zu haben er wird freigesprochen bleibt
aber weiterhin in Haft da ihm Wehrkraft- zersetzung und negative Äußerungen
über Partei und Staat vorgeworfen werden.
1943
Einsatz an der Ostfront Erfrierungen am Fuß.
Als Kabarettist steht er in Hamburg auf der Bühne. Er wird im
Oktober wegen chronischer Lebererkrankung aus der kämpfenden
Truppe entlassen. Gelegentlich parodiert er im privaten Kreis Joseph
Goebbels er wird denunziert und landet erneut im Gefängnis.
1944
Wegen Wehrkraftzersetzung wird er zu neun Monaten Gefängnis
verurteilt.
Zur Frontbewährung wird er wieder ins Feld geschickt.
1945
Kapitulation seiner Einheit Borchert gerät in Frankfurt
am Main in französische Kriegsgefangenschaft, kann fliehen und
geht 600 Kilometer lang zu Fuß nach Hamburg.
Er versucht in der Theater- und Kabarettszene Fuß zu fassen.
1946
Er wird in das Krankenhaus eingeliefert Ärzte geben
ihm noch ein Jahr zu leben.
Es enstehen 20 Prosastücke. Veröffentlichung der Gedichtsammlung
»Laterne, Nacht und Sterne« mit Gedichten aus der Zeit
zwischen 1940 und 1945.
1947
Innerhalb weniger Tage schreibt er »Draußen vor der
Tür«. Das Hörspiel wird am 13. Februar 1947 vom Nordwestdeutschen
Rundfunk gesendet und ist ein phänomenaler Erfolg. Borchert selbst
kann sein Hörspiel nicht hören in Hamburg ist Stromsperre.
Im April wird »Die Hundeblume« als Prosaband veröffentlicht.
Am 20. November stirbt Borchert in Basel im Alter von 26 Jahren.
Ein Tag später, am 21. November, führen die Hamburger Kammerspiele
»Draußen vor der Tür« zum ersten Mal als Schauspiel
auf.